Zwischen 29. Dezember 1936 und 8. Januar 1937 realisierte das Kolisch Quartett eine Gesamtaufnahme der Streichquartette Schönbergs. Zum Selbstkostenpreis konnten ausgewählte Personen, darunter Jascha Heifetz und George Gershwin, eines von 25 Sets mit je 23 Schallplatten erwerben. Am 14. März überträgt das Arnold Schönberg Center das 4. Streichquartett op. 37 mit Digitalisaten von Tonträgern aus der eigenen Sammlung.

Die Einspielung des Streichquartetts Nr. 4 bedeutete eine besondere Herausforderung für das Kolisch Quartett, da sie am Tag der Uraufführung stattfand, die für den Abend des 8. Januar 1937 in der Royce Hall, Los Angeles angesetzt war. Ein Kritiker der Los Angeles Times empfand das Werk als „[...] weniger revolutionär als erwartet [...] es erregt Gefühle, die denen nicht fernstehen, welche Schönklang hervorrufen.“ Schönberg orientiert sich in seinem Opus 37 an klassischen Formschemata, die durch eine klare Themendisposition auch hörend nachvollzogen werden können. Im Livestream des Arnold Schönberg Center wird dies, wie auch Aspekte der zwölftönigen Struktur des Werkes anhand einer Visualisierung durch Schönbergs autographe Partitur verdeutlicht. Grundlage der Übertragung bildet für den ersten und zweiten Satz ein Plattenset aus dem Nachlass Arnold Schönbergs, während für die übrigen Sätze auf die besser erhaltenen Platten eines Sets zurückgegriffen wurde, dass Schönbergs ehemaliger Schüler Gerald Strang dem Arnold Schoenberg Institute vermacht hatte.

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